Gründe, um in der Slowakei zu investieren

Vor zehn Jahren hat die Slowakei tiefgreifende Reformen begonnen mit der Vision, einer der attraktivsten Wirtschaftsstandorte in der Europäischen Union zu werden. In diesem Bestreben war sie erfolgreich und hat ein ansprechendes Investitionsklima geschaffen. Die Slowakische Republik ist ein vollwertiges Mitglied der EU, der NATO, der OECD und der Schengen-Zone. Die wirtschaftliche Situation in der Slowakische Republik kann man im Allgemeinen als günstig und stabil bezeichnen. Heutzutage gehört die Wirtschaft der Slowakischen Republik mittlerweile zu den erfolgreichsten und am schnellsten wachsenden Märkten in ganz Europa.

Allgemeine Informationen über die Slowakische Republik

Lage: Mitteleuropa
Fläche: 49 035 km²
Einwohnerzahl: 5,4 Mio.
Währung: EUR (ab 1.1.2009)
Hauptstadt: Bratislava
Parlamentarisches System: Republik
Amtssprache: Slowakisch
Angrenzende Staaten: Österreich, Tschechien , Polen, Ukraine und Ungarn
Mitgliedschaft in internationalen Organisationen: EU,OECD,NATO,WTO,UNO,Schengen-Zone

10 Gründe, um in der Slowakei zu investieren

  • Zentrale Lage in Europa / Drehscheibe Mitteleuropas
  • Politische und wirtschaftliche Stabilität, das höchste ökonomische Wachstum in der Region
  • Einheitlicher Steuersatz i.H.v. 19% und 0% Dividende Steuersatz
  • Euro als offizielle Währung seit 1. Januar 2009
  • Niedrige Arbeitskosten bei hoher Arbeitsproduktivität
  • Verfügbarkeit von hoch qualifizierten Fachkräften
  • Die Mitgliedschaft in der EU
    • unbegrenzter Zutritt zu den anderen Märkten in der EU
    • niedrigere operative Kosten
    • zutritt zu den EU-Strukturfonds
  • Investitionsanreize
  • Sich ständig weiterentwickelnde Infrastruktur
  • Das hohe Innovationspotenzial in der Forschung und Entwicklung

Die Wirtschaft der Slowakischen Republik wird zu recht als eine attraktiver Investitionstandort und entwickelte Marktwirtschaft mit grossen Wachstumpotenzial bezeichnet.In 2007 erreichte die Slowakische Republik das höchste Wirtschaftswachstum von alle EU – Mitgliedstaaten und in 2008 das zweite höchste. Nach den Prognosen wird das BIP-Wachstum der Slowakei auch in der Zukunft eines der höchsten sein.

  2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008
Realer
BIP-Zuwachs
4,8% 4,7% 5,2% 6,5% 8,5% 10,4% 6,4%
Inflation (HICP) 3,5% 8,4% 7,5% 2,8% 4,3% 1,9% 3,9%
Registrierte
Arbeitslosigkeit
17,8% 15,2% 14,3% 11,6% 10,4% 8,4% 7,7%
Investitionszufluss
Million EUR*
4346.46 2276.50 2440.78 1276.80 2609.07 809.92 nicht
verfügbar
SKK / USD** 45,34 36,77 32,26 31,02/td> 29,72 24,71 21,35
SKK / EUR** 42,7 41,49 40,05 38,59 37,25 33,78 31,29
Export in EUR Mrd. 15,4 19,4 22,4 25,7 31 42,6 47,7

Die Slowakei wird als ein Land mit einer mittlerweile hoch entwickelten offenen marktwirtschaft angesehen, dessen Rating dank seiner Fähigkeit und Bereitschaft, seinen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen, von vielen bedeutenden Ratingagenturen zu einer Erhöhung in den Investment-Level führte.

Land Standard and Poor's Moody's Fitch OECD Land - Risiko
(je niedriger, desto besser)
Slowakei A+ A1 A+ 0
Tschechische Republik A A1 A+ 0
Polen A- A2 A- 2
Ungarn BBB- A3 BBB 4

Quelle: Standard & Poor's, Mcody's, Fitch; (April 2009)

Dieses Ranking betrachtet die Attraktivität des unternehmerischen Umfeldes und die Größe des Marktes. Es werden folgende Faktoren bewertet: politisches und institutionelles Umfeld, makroökonomische Stabilität, Marktpotential, Unterstützung privater Unternehmer, Orientierung der Regierungspolitik an Investitionsförderung, Außenhandels- und Wechselkursstruktur, Steuersystem, Finanz- und Arbeitsmarkt und Infrastruktur.

Position Land
36 Slowakei
41 Tschechische Republik
45 Polen
47 Ungarn
75 Bulgarien
76 Rumänien
Note: Ökonomien sind bewertet von 1 bis 181 aufgrund der Leichtigkeit des Unternehmens.
1. Position ist die beste
Quelle Weltbank, 2009, von der Periode April 2007 bis Juni 2008

Neues Steuersystem – einfach, fair, neutral und effektiv – die international wohl bekannteste Reform. Alle Einkommen – unabhängig von der Höhe oder Art - werden mit einem einheitlichen Steuersatz von 19% versteuert; es gibt keine doppelte Versteuerung und keine Dividendensteuer.

Am 1. Januar 2009 führte die Slowakei den Euro ein – als erstes Land in der CEE-Region. Die Slowakei wurde der 16. Mitgliedstaat der Euro-Zone - dank der kontinuierlichen ökonomischen Entwicklung und der günstigen Inflationsprognose. Die Slowakei erfüllte alle notwendigen Kriterien für die Einführung des Euro, die als Maastricht-Kriterien bekannt sind. Die Mitgliedschaft in der EuroZone baut das Wechselkursrisiko ab und fördert die fiskalische Disziplin in den Ländern, die den Euro einführten. Resultat ist die größere Chance für eine stabilere Ökonomie. Und das ist günstig für Unternehmungsaktivitäten auch in der Slowakei.

Neue Investitionsanreize – am 1. Januar 2008 trat das neue Gesetz über Investitionshilfe in Kraft. Mit dem Ziel, die Kenntnisse und Erfahrungen der slowakischen Bevölkerung maximal zu nutzen, richten sich die Investitionsanreize auf den High-Tech-Bereich, auf strategische Dienstleistungen und auf den Tourismus. Die Staatshilfe kann bei Projekten in diesen Branchen bis zu 50% (60% falls es um Mittelunternehmen geht und 70%, falls es um Kleinunternehmen geht) der Investitionsausgaben decken. Unternehmen können auch von den positiven Effekten, die das Projekt Minerva auf das makroökonomische Umfeld und die Talentbasis hatte, profitieren.

Gute Möglichkeiten bieten auch weiterhin die traditionell starken Industriezweige, die auch für die Zukunft Wachstumspotential versprechen: Maschinenbau & Feinmechanik – Automobilindustrie – Metallverarbeitung und Metallurgie – Elektronik - Chemie und Pharmazeutik
Der durchschnittliche Monatslohn ist noch immer moderat im Vergleich zu den Löhnen in Westeuropa; er ist auch etwas niedriger als in Polen, Ungarn und der Tschechischen Republik. Im Jahre 2008 betrug der Durchschnittslohn 723 € pro Monat, die Lohnnebenkosten nicht mitberechnet. Der gesetzliche Mindestlohn betrug 240 € in 2008 und wurde erhöht auf 295.50 € ab 1. 1. 2009.

  Slowakei Tschechische
Republik
Polen Ungarn
Monatslohn / EUR 723 942 813 792
Die Abgaben, die der Arbeitgeber
bezahlen muss
35,2% 26% 14,93%
- 18,16%
29%
Monatliche totale Kosten für Arbeitskräfte/ EUR 977 1187 969
-
996
1022
Quelle: Zentrales Statistikamt, 2009; Berechnungen von CSOB,2009; betroffene Ministerien und Versicherungsanstalten, 2009

Bei der Umgestaltung der slowakischen Wirtschaft spielt ausländisches Kapital eine wichtige Rolle. Wir haben großes Interesse, neue strategische Investoren zu gewinnen. Allein die Höhe des Investitionskapitals bedeutet noch nicht automatisch eine Verbesserung des Wirtschaftsklimas. Seit dem Entstehen der unabhängigen Slowakischen Republik im Jahre 1993 ist das Land zum Standort mehrerer hunderter Investitionsprojekte aus verschiedenen Ländern und Industriezweigen geworden. All diese Projekte hatten eine wesentliche Auswirkung auf das wirtschaftliche Wachstum des Landes. Der kumulative Wert der ausländischen Direktinvestitionen hat bis 31. Dezember 2007 etwa 23 152,52 Millionen EUR erreicht.

Die folgende Tabelle zeigt die größten Investoren in der Slowakei.

Herkunftsland Investoren
Bundesrepublik Deutschland Deutsche Telekom, Volkswagen, Siemens, E.ON, Sauer-Danfoss, Getrag Ford
USA U.S Steel, Emerson, DeLL, Whirlpool, IBM, HP, AtandT, Johnson Controls
Japan Yazaki, Sumitomo, Matsushita, Sony
Korea Kia, Samsung, Hyundai
Frankreich PSA Peugeot Citroen, Alcatel
Spanien Soitron

Außenhandel und ausländische Direktinvestitionen

Der Außenhandel stieg 2008 nur sehr mäßig an. Der gesamte slowakische Export betrug 49,56 Mrd. Euro (Zunahme um 5,1 Prozent) der Import 50,20 Mrd. Euro (Zunahme um 5,0 Prozent). Deutschland blieb auch 2008 der größte Handelspartner der Slowakei. An dem gesamten Import aus den EU-Ländern, der 2008 67 Prozent des gesamten Importvolumens der Slowakei betrug, beteiligte sich Deutschland mit 29,4 Prozent. Die slowakischen Exporte in die EU-Länder erreichten 85,1 Prozent des gesamten Außenhandelns, davon 23,7 Prozent nach Deutschland.
Laut Statistischem Bundesamt war die Handelsbilanz der Slowakei mit Deutschland in 2008 positiv – auch wenn der Export über den Import nur ganz geringfügig überwog: die Einfuhr aus Deutschland in die Slowakei betrug 9,9 Mrd. Euro, die Ausfuhr aus der Slowakei nach Deutschland 10,0 Mrd. Euro.
Die wichtigsten Ausfuhrgüter der Slowakei nach Deutschland sind Transportmittel (insb. Fahrzeuge; Volkswagen mit über 20 Prozent Exportanteil), Maschinen und Anlagen. Deutschland ist neben großen Investoren wie Deutsche Telekom, Volkswagen, Siemens, E.ON, Sauer-Danfoss, Degussa (jetzt Evonik), Leoni Autokabel, Getrag Ford auch immer mehr durch Mittel- und Kleinständler in der Slowakei präsent.
Die meist vertretenen deutschen Branchen sind Hersteller von Metallerzeugnissen gefolgt vom Maschinenbau, Herstellern von Geräten der Elektrizitätserzeugung und von Kraftwagen und Kraftwagenteilen. Mit einem Anteil von 3,6 Mrd. Euro an dem Gesamtvolumen der Auslandsinvestitionen, die seit 1993 in der Slowakei getätigt wurden (22,09 Mrd. Euro) – rangierte Deutschland 2007 an zweiter Stelle.